27.03.2020

Patent Ochsner

Patent Ochsner ist eine Schweizer Mundart-Band aus Bern.

Bandgeschichte
Die Band wurde 1990 in Bern gegründet. Der Bandname stammt von einer Aufschrift auf Abfalleimern und Müllcontainern der Firma J. Ochsner AG. 1991 schafften sie mit ihrem ersten Album Schlachtplatte und den Hits Scharlachrot und Bälpmoos den Durchbruch und wurden schweizweit bekannt. Nach ihrem dritten Album Gmües und einer Tournee durch Madagaskar trennte sich die Band Ende 1995 von Philippe Stalder (Gitarre und Cello) und Martin Neuhaus (Posaune).

Nachdem 1998 Carlo Brenni und 2001 Böbu Ehrenzeller, Resli Burri und Tinu Frutiger die Band verlassen hatten, veröffentlichte Büne Huber das Soloalbum Honigmelonemond. Im Januar 2003 folgte nach einer längeren Pause mit Trybguet das erste Album der neu zusammengesetzten Band. Die gleichnamige Tournee durch die ganze Schweiz wurde zu einem grossen Erfolg. Am Ende der Tournee zu Liebi, Tod & Tüüfu (05/06) verliess das letzte Gründungsmitglied (ausser Huber), der Multiinstrumentalist Pascal “pazz” Steiner, nach 16 Jahren die Band.

Stil
Die Musik von Patent Ochsner zeichnet sich durch eine grosse Vielfältigkeit aus. Schon bei ihren frühen Alben waren neben den üblichen Instrumenten (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang) auch Mandolinen, Celli, Violinen, Saxophone, Posaunen, Akkordeon und eine Blaskapelle zu hören. Auf den ersten drei Alben (Schlachtplatte, Fischer und Gmües) sind viele Einflüsse der Schweizer Volksmusik hörbar.

Auf dem vierten Album Stella Nera wurden erstmals auch zwei Songs auf Italienisch gesungen. Auf Trybguet wurden in Musik und Texten spanische Einflüsse bemerkbar. Allerdings fehlt darauf die spezielle instrumentelle Vielfalt der früheren Alben.

Schweizer Musikgeschichte
Die Gruppe mit dem Kehrichtkübelnamen zauberte 1991 mit den Hits “Bälpmoos” und “Scharlachrot” unerhört neue Klangfarben an den Schweizer Liederhimmel. Büne Hubers blumiges Berndeutsch ging ans Herz, das Repertoire zwischen Heilsarmeegebläse und Emmentalromantik, zwischen Männerchor und Rock ‘n’ Roll, zwischen sarkastischem Song, charmantem Chanson und säuselndem Soul liess niemanden kalt. Was folgte, ist Schweizer Musikgeschichte: Für alle Studioalben erhielten Patent Ochsner die Platinauszeichnung: “Schlachtplatte” (1991), “Fischer” (1993), “Gmües” (1994), “Stella Nera” (1997), “Trybguet” (2003), “Liebi, Tod & Tüüfu” (2005). 1998 für über 30 000 Exemplare des Live-Albums “Wildbolz & Süsstrunk” eine Goldene Schallplatte.

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